Am 12. März 2024 stellte die Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein offiziell die Treibhausgasbilanz ihres Integrierten Klimaschutzkonzeptes der Öffentlichkeit vor. Ziel ist es, die Energiewende vor Ort aktiv zu gestalten, Treibhausgasemissionen zu senken und bis 2040 Klimaneutralität zu erreichen.
Die EnergyEffizienz GmbH präsentierte erste Ergebnisse der Bestandsanalyse:
- Energieverbrauch 2019: 580 GWh (ohne Autobahn), davon 42 % Verkehr, 42 % Wärme, 16 % Strom
- Treibhausgas-Emissionen: 11,6 t CO₂ pro Kopf (Bundesdurchschnitt: 9,8 t)
- Stromproduktion aus erneuerbaren Energien: 284 % des eigenen Bedarfs – deutlicher Überschuss
- Wärmesektor: nur 10 % erneuerbare Energien (Bund: 15 %)
Die Herausforderungen sind groß: Der Pro-Kopf-Ausstoß von derzeit 11,6 t CO₂ muss nach den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens auf 2,3 t sinken.
In den kommenden Monaten werden Potenziale und Szenarien erarbeitet, u. a.:
- Ausbau von Photovoltaik und Windkraft
- Effizienzmaßnahmen in Gebäuden
- Wärmepumpen, Nahwärme, Solarthermie
- Stärkung nachhaltiger Mobilität und E-Mobilität
Besonders wichtig ist die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger – etwa in Workshops zu PV & E-Mobilität, Bauen & Sanieren oder kommunaler Wärmeplanung.
Gemeinsam entsteht eine Verstetigungsstrategie für den Klimaschutz – damit die Verbandsgemeinde auch langfristig von sinkenden Energiekosten und mehr Klimaschutz profitiert.
Folien des Vortrags: 2024-03-12-vg-hm-auftakt.pdf