(05.08.2024)

Kommunale Wärmeplanung startet in Boppard und den Verbandsgemeinden Hunsrück-Mittelrhein, Kastellaun, Kirchberg und Simmern-Rheinböllen


Der Rhein-Hunsrück-Kreis gibt den Startschuss für die kommunale Wärmeplanung in der Stadt Boppard sowie den Verbandsgemeinden Hunsrück-Mittelrhein, Kastellaun, Kirchberg und Simmern-Rheinböllen. Das Vorhaben, das vom Bund gefördert wird, soll eine nachhaltige und zukunftsorientierte Wärmeversorgung in der Region sicherstellen. Auch Bürgerinnen und Bürger werden beteiligt und gebeten, an einer Online-Umfrage teilzunehmen.

Die kommunale Wärmeplanung ist entscheidend, um die Klimaziele zu erreichen und die Energiewende vor Ort zu fördern. Durch die Analyse des aktuellen Wärmebedarfs und der vorhandenen Infrastruktur werden maßgeschneiderte Konzepte entwickelt und an die spezifischen Anforderungen und Möglichkeiten der beteiligten Kommunen angepasst. Im Fokus steht dabei, CO2-Emissionen zu reduzieren, die Energieeffizienz zu steigern sowie erneuerbare Energien im Wärmesektor verstärkt zu nutzen. Die Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung ist bis 2040 vorgesehen im Einklang mit dem kommunalen Klimapakt des Landes Rheinland-Pfalz, dem der Landkreis Rhein-Hunsrück beigetreten ist.

Die Stad Boppard und die Verbandsgemeinden Hunsrück-Mittelrhein, Kastellaun, Kirchberg und Simmern-Rheinböllen betreiben das Projekt gemeinsam wodurch die aktuellen Herausforderungen der Wärmewende besser bewältigt, Synergieeffekte genutzt und Zeit, Geld und Ressourcen in den beteiligten Verwaltungen eingespart werden. Die kommunale Wärmeplanung bietet die Möglichkeit, gemeinsam eine nachhaltige Wärmeversorgung für unsere Region zu gestalten und somit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.“

Projektablauf und Bürgerbeteiligung

Im ersten Schritt des Projekts erfolgt eine umfassende Bestandsaufnahme der aktuellen Wärmeversorgung und Verteilung. Eine präzise Datengrundlage ist entscheidend für die kommunale Wärmeplanung. Da nicht alle relevanten Daten ohne die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger erfasst werden können, sind sie aufgerufen, an einer Online-Umfrage zur Erhebung der Gebäudedaten teilzunehmen. Die Umfrage ist unter dem folgenden Link abrufbar: https://heatbeat.de/rhk/.

Basierend auf der Bestandsanalyse und einer Potenzialanalyse für den Einsatz erneuerbarer Energien werden Maßnahmen für eine nachhaltige Wärmeversorgung abgeleitet, die sich an den regionalen Rahmenbedingungen orientieren. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit zwei spezialisierten Fachunternehmen umgesetzt.

Die Planung berücksichtigt alle relevanten Aspekte wie technische Machbarkeit, wirtschaftliche Tragfähigkeit und soziale Akzeptanz. Die Ergebnisse sollen konkrete Maßnahmen und Handlungsempfehlungen liefern, die schrittweise umgesetzt werden können. Wichtig ist dabei, dass die erarbeiteten Maßnahmen für die Bürgerinnen und Bürger nicht verpflichtend sind und auch keine detaillierten Aussagen zur Wärmeversorgung einzelner Gebäude treffen.

Um eine breite Bürgerbeteiligung sicherzustellen, werden die Menschen und Unternehmen vor Ort sowie die politischen Entscheidungsträger regelmäßig über den Fortschritt der kommunalen Wärmeplanung informiert.